Bereits im 15. und 16. Jahrhundert, wurden in Europa Personen der Hexerei bezichtigt und hingerichtet. Ausgelöst durch wiederholte Naturkatastrophen und Kriege, geschürt durch Aberglauben, wurden Schuldige gesucht.
Die Steiermark blieb in diesem Zeitraum weitgehend davon verschont. Erst im 17. Jahrhundert nahmen gelehrte Juristen die Sache in die Hand und die Steiermark wurde zum Zentrum der Hexenjagd. 820 Hexenprozesse befassten sich mehrheitlich mit Frauen. (vgl. Scheuch, M. 2008. Hexenproezsse in Österreich. In Historischer Atlas Österreich, 6. Auflage (S. 99). Wien: Christian Brandstätter Verlag). Am stärksten betroffen waren die slowenischen Gebiete der Untersteiermark. Verfolgt wurden Bauern der unteren Schicht, Fahrende, Wunderheilerinnen und Wahrsagerinnen. Selbst Kinder blieben nicht verschont und wurden in Massenprozesse involviert. Die Ausnahme bildete der Feldbacher Zaubereiprozess, der auch in höhere Gesellschaftsschichten vordrang.