Schulmeister in Hartmannsdorf, im 18. Jahrhundert

Die Reihe der Schulmeister in Hartmannsdorf lässt sich nicht lückenlos dokumentieren, bis der erste Lehrer in einem eigenen Schulgebäude arbeiten konnte. Dennoch kann man davon ausgehen, dass es sie durchgehend gegeben hat, seit Hartmannsdorf eine Pfarre ist. Und sie unterlagen den Reformen Maria Theresias und Josef II..

Im 18. Jahrhundert sind einige Schulmeister beispielsweise über das Taufbuch in Hartmannsdorf nachweisbar.  Zwischen 1706 und 1712 kamen neun Kinder[1] des Mathias Zotter auf die Welt. Bei der Geburt seines dritten Kindes im Jahr 1708 ist er als Vater und Schulmeister im Taufbuch eingetragen. Er war der Bruder von Barbara Zotter (1025) und der Schwager von Hans Hasenburger (1024). Zwischen 1715 und 1720 wurden vier Kinder[2] der Maria (geborene Wolf) und des Schulmeisters Johannes Georg Neuhold[3] in Hartmannsdorf geboren. Im Mai 1722[4] heiratete der nächste Schulmeister, ein Augustin Sammer, seine Frau Cecilia in Hartmannsdorf. Beide stammten aus Gnas, August war der Sohn eines Organisten und Schulmeisters. Auch Cecilia muss als Schulmeisterin gearbeitet haben, denn sie wurde 1733[5] im Taufbuch bei einem Patenkind als Schulmeisterin eingetragen. Es ist anzunehmen, dass jene Kinder, für die Schulmeister die Patenschaft übernommen hatten, auch ihre Schüler waren und, dass sie sich als Taufpaten ein Zubrot verdienten. Und was auffällt ist, dass es in Hartmannsdorf durchaus üblich war, dass Ehepaare unterrichtet hatten.


[1] Hartmannsdorf, Taufbuch 1 1700-1718 | 6292, S. 61, S. 63, S. 73, S. 89, S. 97, S. 111, S. 128; Hartmannsdorf, Taufbuch 2 1718-1756 | 6294, S. 6, S. 30 [2] Hartmannsdorf, Taufbuch 1 1700-1718 | 6292, S. 113, S. 126, 133, Hartmannsdorf, Taufbuch 2 1718-1756 | 6294, S. 10. [3] Der Name Josef Georgius Neuhold wurde auch „Noihold“ und „Neyholdt“ geschrieben. [4] Hartmannsdorf, Trauungsbuch 1 nach Ortschaften gegliedert 1721-1782 | 6306, S. 3. [5] Hartmannsdorf, Taufbuch 2 1718-1756 | 6294, S. 76.